Tour de Suisse - Motorradtour Day 5 / 2020
Machen Sie Ferien in der Schweiz
"Machen Sie Ferien in der Schweiz, geben Sie das Geld hier aus, besuchen Sie die Naturschönheiten, machen Sie Sport, geniessen Sie das feine Essen, den Wein das Bier, das Wasser, alles was wir haben. "
So und nicht anders tönte es von Bundesrat Ueli Maurer anfangs Mai im Schweizerischen Parlament. Und genau diesem Appell sind wir gefolgt und haben die Tour de Suisse 2020 im Eilgang beschlossen, durchgezogen und sind einmal mit dem Motorrad um die Schweiz gezogen. Sport haben wir keinen gemacht, aber das mit dem geniessen haben wir wortwörtlich genommen. Und Milliarden hat es auch keine gekostet, war alles bezahlbar.
Am letzten Tag unserer Reise starteten wir in Chur in Richtung Schwägalp, wo wir auf der Sonnenterrasse Mittag gegessen haben. Die Sonne hat uns regelrecht verfolgt in dieser Woche. Und das hat uns nicht mal gestört :-) . Aber erst mal der Reihe nach von vorne:
07 hundert, der Wecker tönt, doch da bin ich schon lange wach. Route planen, da ich nun an der Reihe war. Mein Laptop will das Navi nicht so richtig erkennen und nach einer halben Stunde bin ich soweit, das Mistding an die Wand zu schmeissen. Der Routenplaner will auch nicht so richtig, weil Mautgebühr = Umleitung bedeutet und so komme ich ziemlich genervt zum Frühstück. In der Zwischenzeit habe ich mal das GPX File an Samba geschickt. Der meinte locker, das sei eine super Tour und seine GURU Navi App sei schon gefüttert. ???
Na ja, man muss ja nicht alles im Leben verstehen, aber ich schmeiss mein Garmin Navi in die Tonne und route in Zukunft mit der GURU App. Das funktioniert gut und ich muss mich nicht mehr nerven.
Dann checken wir aus. Ab aufs Bike, einmal durchs Fahrverbot durch die Altstadt, vorbei am Gericht....... und raus auf die Strasse. Der Kunkelspass ruft. Soll ne tolle Auffahrt sein. Als GURU Anfänger verpasse ich bei Landquart fast die Ausfahrt, also abrupter Spurwechsel, dann 2 mal abbiegen und schon stehen wir vor einem Schild. Für die Durchfahrt muss man per SMS bezahlen, und so staunen Morini und Samba ab ihrer eigenen Fähigkeit, dass sie Premium SMS abgestellt haben und nicht bezahlen können. Also bezahle ich und der Rest regelt die App zum Ausgleich. Natürlich nicht Monini, denn nur Bares ist wahres. Aber egal.
Die Auffahrt ist eng und steil, ab und zu schotter, aber gespickt mit sehr engen Serpentinen (Haarnadelkurven oder Spitzkehre). Dann durch ein sehr schmales Tunnel und zack sind wir oben. Der Kaffeestop ist obligat. Rauf auf die Sonnenterrasse. Marc bestellt eine Cola. Ohne zu atmen entgegnet die Chefin dort innert einer hundertstels- Sekunde mit der Antwort "weiter". Ich krieg mich kaum mehr ein. Na wer säuft schon amerikanisches überteuertes Zuckerwasser an einem Ort, wo die Vögel mehr zu hören sind als irgendwelche Motorengeräusche.
Dann weiter in Richtung Schwägalp, wo wir Mittag essen. Tolles Panorama. Etwas kühl, aber egal. Unsere Reise geht weiter übers Toggenburg heimwärts in den Aargau. Noch einen Kaffee, dann beenden wir 5 unvergessliche Tage. Die nächste Tour soll ja auch nächstes Jahr wieder stattfinden. Und da die Vorfreude ja die schönste Freude ist, machen wir uns mit einem breiten Grinsen auf den Heimweg.
Ueli Maurer hatte recht mit der schönen Schweiz. Natürlich ist sie schön und natürlich ist sie einzigartig. So einzigartig wie wir: Morini, Samba, Marc und Spicki.
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